Leta Semadeni

Tamangur

Roman

Vorwort von Usama Al Shahmani

160 Seiten | Gebunden

€ (D) 28,– | sFr 33,50 | € (A) 28,80

ISBN 978-3-7152-5810-2

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Beschreibung

Ein Dorf voller Schatten im Tal. Tief hat sich der Fluss in den Felsen eingegraben. Eine Kirche, ein Schulhaus, der Dorfplatz mit der Lügenbank. Hier lebt das Kind zusammen mit der Großmutter. Der dritte Stuhl am Tisch ist leer, der Großvater, der ein Jäger war, ist jetzt in Tamangur. »Das Dorf ist nicht mehr als ein Fliegendreck auf der Landkarte«, sagt die Großmutter, und in der Küche hat sie Nadeln an die Weltkarte gesteckt: Venezia, Tumbaco, Havanna, Paris. Dorthin denkt sie sich gern zurück. Für das Kind, das immer davon träumen muss, wie sich der Körper des kleinen Bruders auf dem Fluss Richtung Schwarzes Meer entfernt, ist die Großmutter ein Glück. Sie hat ein großes Herz. Auch für den Kaminfeger oder die seltsame Elsa, die manchmal Elvis Presley zum Abendessen mitbringt.
Der ergreifend schöne Debütroman Tamangur der rätoromanischen Dichterin Leta Semadeni ist ein vielschichtiges Kleinod, das Trauer, Erinnerung und das mystische Reich eines alten Waldes miteinander verwebt. Er wurde in acht Sprachen übersetzt.

Zusätzliche Informationen

Maße12,50 × 20,50 cm

Pressestimmen

»Das Ereignis dieses Buches ist die Sprache.« Rico Valär, SRF-Literaturclub

»Ein Anti-"Heidi"-Roman – jeder Alpenmythos wird angesägt.« Philipp Tingler, SRF-Literaturclub 

»Als ich Tamangur las, fühlte ich mich wundersam aufgehoben in diesem Text: Da hatte jemand Worte für etwas gefunden, das auch in mir lebt.« Usama Al Shahmani im Vorwort 

»Die Lyrikerin Leta Semadeni entwirft in ihrem Romandebüt einen Reigen intensiver Augenblicke, in dem Traum, Wunsch und Wirklichkeit verwoben sind. ›Die Erinnerung ist weit weg von der Wahrheit. Aber sie macht glücklich.‹ Das gilt auch für dieses hinreißende Buch.« Meike Schnitzler / Brigitte

»Ein kühner Gegenentwurf zu jeder Engadin-Idylle.« Angelika Overath / NZZ am Sonntag