Marie-Hélène Lafon

Die Quellen

Originaltitel: Les Sources | Roman

Übersetzt von Andrea Spingler

128 Seiten | Gebunden

€ (D) 20,– | sFr 28,– | € (A) 20,60

ISBN 978 3 7152 5035 9

Lieferbar | Bestellen

Auch als E-Book erhältlich

Leseprobe

Coverdownload 1

Beschreibung

Ein abgelegener Hof in der Auvergne, wo Kühe grasen und Milch für den berühmten Käse Saint­-Nectaire geben. »Man ist hier am Ende der Welt. Niemand kommt vorbei, außer dem Briefträger, dem Viehhändler oder dem Tierarzt.« Draußen hängt Wäsche, die drei Kinder klettern auf Bäume, und die junge Frau – sie wird von ihrem Mann verprügelt.
Immer am Samstag. Seit neun Jahren. Niemandem kann sie es sagen, selbst wenn sie ihr Leben kaum aushält und auch die Kinder die Beklemmung spüren. Der Hof, den sie gemeinsam mit ihrem Mann nach der Hochzeit gekauft hat, ist zum Gefängnis ge­worden. Denn mit einer Scheidung, so weiß sie, steht die ganze Existenz auf dem Spiel.
Anhand einzelner weniger Tage, die sich von 1967 bis ins Heute erstrecken, erzählt der Ro­man von einer Frau, die lange leidet und plötz­lich aufbegehrt, und von einem Bauern, dem nur der Hof wichtig ist. Die körperlichen wie auch seelischen Härten eines Daseins in dieser von Landwirtschaft geprägten Gegend werden greifbar, wo eine Familie zerbricht – und doch auch ein Wunder geschieht. Das Wunder, dieser rohen, emotionsarmen Welt entkommen zu sein und heute als Schriftstellerin in Paris zu leben.

Zusätzliche Informationen

Größe12,50 × 20,50 cm

Pressestimmen

»Dass Marie-Hélène Lafon eine Meisterin des knappen Erzählens, der Verdichtung und auch der poetischen Naturschilderungen ist, zeigt sich auch in diesem kleinem Roman.« Susanne von Schenck, Saarländischer Rundfunk

»Die Quellen ist meisterhaft erzählt, so sehr verdichtet, dass dieser Sud in seiner Intensität seinen Schmerz überträgt. Großartig!« Gallus Frei, literaturblatt.ch

»Die Quellen nimmt ohne Nostalgie Abschied von dem Haus der Kindheit, wie ein Fensterladen, den man ein letztes Mal schließt.« L’Humanité, Paris

»Ein bestürzendes Familiendrama in drei Akten.« Le Monde, Paris

»[…] Marie-Hélène Lafon ist eine der interessantesten Stimmen der französischen Gegenwartsliteratur.« Susanne Schenk / Saarländischer Rundfunk