Gertrud Wilker
Gertrud Wilker, geboren 1924 als Gertrud Hürsch in Solothurn, wuchs in Bern auf und studierte in Bern und Zürich Germanistik und Psychologie. 1952 wurde sie mit einer Arbeit über das deutsche Sonett von Goethe bis Rilke promoviert. 1962 / 1963 lebte sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in den USA; eine Zeit, die sie literarisch in Collages USA. Ein Bericht (1968) verarbeitete. Als Schriftstellerin debütierte sie nach kleineren Lyrik- und Prosapublikationen 1966 mit dem Generationenroman Elegie auf die Zukunft, dem sie 1980 anlässlich einer Neuauflage den Titel Wolfsschatten gab. Es folgten mehrere Romane sowie Kurzprosa, darunter die viel beachteten Erzählbände Winterdorf (1977) und Blick auf meinesgleichen (1979) mit Texten über spezifisch weibliche Themen. Obwohl sie zeitlebens Gedichte schrieb, veröffentlichte sie erst zuletzt, bereits von einer schweren Krankheit gezeichnet, eine Auswahl in dem Band Feststellungen für später. Gertrud Wilker starb 1984.
